29.11.2021

Tragophile Michael und Martin berichten von der Olivenernte 2021

«TheophilosOlivenernte (1933, Lesbos

“Unser Tragos-Gründer Panos hatte seine Leute zur Oliven-Ernte am 28.
Oktober auf den Feldern in Alamano bei Korinth gerufen.

Die Mitgründer Barlas und Nikos waren dabei, und außerdem folgten dieser Einladung Freunde aus vielen Ländern Europas (Griechenland, Liechtenstein, Polen, Türkei und Deutschland), um gemeinsam das Ereignis zu erleben. Für Michael und Martin, die mit dem Camper über Italien angereist waren, begann es damit, dass wir Markus am 27.10. vom Athener Flughafen Venizelos abgeholt haben. Danach fuhren wir zu dritt – nach einer erholsamen Pause am Kanal von Korinth – zur von Panos organisierten Unterkunft in Paleo Kalamaki bei Isthmia (nahe Korinth). Etwas später stießen dann auch Panos und sein türkischer Freund Barlas dazu, der ebenfalls eigens zur Ernte von München eingeflogen war. Abends besuchten wir fünf, Panos, Barlas, Markus, Michael und Martin, eine Fischtaverne in der Nähe und hatten gute Gespräche, waren alle schon sehr gespannt auf den kommenden Tag.
28.10., der große Tag! Nach einem improvisierten gemeinsamen Frühstück auf Martins und Michaels Bude zu fünft fuhren wir zu dritt mit dem VW–Bus hinter Panos und Barlas her nach Alamano zu den Oliven durch eine schöne bergige Gegend, die aber leider auch durch Brände im letzten und in diesem Jahr ziemlich in Mitleidenschaft gezogen ist.

Zur Verstärkung traf dann noch die Mannschaft aus Breslau, Joanna, Kristof und David, ein. Zeitweise waren bei der Parea (Gruppe, Freundeskreis) noch Emilia, Nikoletta und Nikos, Stavroula und Panajotis dabei.

Zum Schluss kam Elton, der das ganze Jahr über umsichtig die Olivenbäume betreut, mit seinem Toyota–Pickup, der mit allem notwendigen Gerät beladen war: Kisten zur Aufnahme der Oliven, Netze zum Auffangen der Früchte, Kämme für die manuelle Ernte, ein Sieb zur Grobreinigung des Ernteguts und eine elektrische Pflückmaschine, die an eine Autobatterie angeschlossen wurde.

Alles machte Lust auf diesen Tag: Alamano liegt in einer wunderbaren Gegend, dazu war das Wetter für die Ernte perfekt: Zwar hatte es Tage zuvor noch geregnet, so dass wir ein wenig um den Erntetermin bangten, aber heute strahlte die Sonne, die Temperatur war angenehm mild.

Baum für Baum – insgesamt ein Dutzend – wurde nun auf dem Gelände abgeerntet. Mit den vier Netzen konnten wir jeweils zwei Bäume bearbeiten.

In Stammnähe, wo die Maschine nicht einsetzbar war, wurden die Zweige mit den Kämmen abgestreift, und häufig mussten die Oliven auch gepflückt werden, insgesamt eine wirklich nicht ganz einfache, sprich: doch ziemlich anstrengende Arbeit, zumal da im unteren Teil das Gelände auch sehr abschüssig war.

Kistenweise wurden die Oliven dann mit dem Sieb vorgereinigt, oft auch handverlesen, denn zerdrückte und gelegentlich auch sonst verdorbene Früchte mussten aussortiert werden, bevor sie auf Eltons Pickup verladen wurden.

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Die Stimmung war durchweg sehr gut, nicht zuletzt, weil Panos fürsorglicherweise eine Kaffepause und später sogar ein überreichliches Picknick mit Eltons Hilfe organisiert hatte, bei dem es verschiedene Käsesorten, Brot, Tomaten, Oliven, Spanakopita (Teigtaschen mit Spinat), hart gekochte Eier sowie Tsipouro (Traubentresterschnaps) von Elton und natürlich auch alle anderen Getränke im Überfluss gab.

Besucht haben uns auch Ursel Weiher, Martins langjährige Freundin, mit ihrem griechischen Mann Nondas, der als Fachmann die Ölmühle begutachtete und zu unserer Zufriedenheit auch sehr lobte. Wir selbst durften dort den gesamten Pressvorgang miterleben.

Es war ein großer Moment, als das erste frische goldgelbe Olivenöl aus der Presse floss. 17 Kisten à ca. 20 Kilo hatten wir geerntet, und erstaunlicherweise war das Endergebnis nur 43,5 l Öl – relativ wenig als Resultat nach einem Tag unter Mitwirkung so vieler Hände Arbeit!

Die Ernte war in diesem Jahr, auch nach einem zweiten Erntetag, leider sehr gering, da die klimatischen Bedingungen sehr ungünstig waren. Dafür ist die Qualität wieder ausgezeichnet: schon von der ersten sensorischen Prüfung in der Ölpresse waren wir begeistert, und der gemessene geringe Säuregehalt ist hervorragend.

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Zum  Abschluss des arbeitsreichen Tages wurden wir alle von Panos zu einem ausgiebigen und äußerst großzügigen Tavernen–Essen eingeladen, bei dem wir in angeregten Gesprächen das Erlebnis dieses Tages Revue passieren ließen. Wir freuten uns, dass wir bei dieser Gelegenheit auch unser neues Öl kosten und mit dem Öl des befreundeten Produzenten Thanassis vergleichen konnten.
Für den nächsten Tag hatte Panos noch ein wunderbares Rahmenprogramm für uns vorgesehen: erst besuchten wir in der Nähe von Nemea, der wohl bekanntesten Weingegend von Griechenland, eine Winzerei oben in den Bergen in 800 m Höhe, wo wir exzellente Weinsorten probieren durften und uns auch die eine oder andere Flasche kauften. Unterwegs kreuzte – ein gutes Omen für TRAGOS-Öl – der ein oder andere trágos (Ziegenbock) unseren Weg.

Zum Schluss erlebten wir noch die Besichtigung eines Betriebs, der besondere, z.T. mit Früchten versetzte Essigsorten und Petimezi, einen köstlichen Traubensirup, herstellt. Dort gab es dann bei herrlicher Aussicht auf die imposante Berglandschaft ein hervorragendes hausgemachtes Essen, bestehend aus Spanakopita und Fasolada (Bohnensuppe).

Es waren für uns zwei ausgefüllte Tage mit reichen, wunderbaren Erfahrungen und wertvollen Begegnungen – evcharistoume poly: herzlichen Dank, Panos! “

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